Was kann man auf Wärmebildern erkennen
Zum einen werden Wärmebrücken sichtbar, die mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Das sind z.B. Stahlbetonteile in der Außenwand eines unsanierten Altbaus, ungedämmte Heizkörpernischen oder eine mangelhaft angebrachte Wärmedämmung. Lassen Sie anschließend diese Schwachstellen an ihrem Gebäude beseitigen, beugen Sie Feuchteschäden und somit Schimmelpilzbildung vor. Zusätzlich verbessern Sie die energetische Qualität.
Prüfen Sie Ihr Gebäude während bzw. nach Sanierungsmaßnahmen, so können Wärmebrücken noch innerhalb der Gewährleistungsfrist behoben werden.
Mit einer Wärmebildkamera lassen sich außerdem verschobene oder durchfeuchtete Dämmungen in Dachschrägen und Holzständerwänden lokalisieren. Diese Schwachstellen können Sie sonst nur durch Öffnen der Bauteile erkennen, was aber sehr aufwändig und kostspielig ist.
Undichte Stellen an Fenstern, Türen und anderen Bauteilen lassen sich ebenfalls mit Wärmebildaufnahmen erfassen. Diese ungewollte Dauerlüftung können Sie bei Fenstern und Türen anschließend leicht durch Erneuerung der Dichtungen beheben.
Wärmebildaufnahmen von allen Außenseiten des Gebäudes liefern zusätzlich einen energetischen Gesamteindruck des Gebäudes. Sie können sich selbst ein Bild davon machen, welche Bauteile (Fenster, Außenwände…) am schlechtesten gedämmt sind.
Sie sollten jedoch beachten, dass Wärmebildaufnahmen keine Aussage über den Energieverlust in kWh pro Jahr liefern. Hierfür ist eine Berechnung, wie Sie einer Energieberatung zu Grunde liegt, erforderlich.
Und so funktioniert das, wenn ich Wärmebildaufnahmen ihres Gebäudes erstelle
1. Wenn die Witterungsbedingungen passen, komme ich in den Morgenstunden oder spät am Abend zu ihrem Gebäude. Für einen ersten Überblick erstelle ich Wärmebilder von allen Außenseiten des Gebäudes. Im nächsten Schritt werden dann Details (Fenster, Bauteilanschlüsse…) näher betrachtet. Die Detailaufnahmen erstelle ich je nach Bedarf von außen und von innen.
Wie bei einer Digitalkamera werden die Wärmebilder im Display angezeigt. Das vermittelt Ihnen und mir einen ersten Eindruck.
Folgende Witterungsbedingungen sind notwendig:
- ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mind. 10°C
- keine direkte Sonneneinstrahlung auf das Gebäude, auch nicht in den Stunden vor den Aufnahmen
- kein Regen, Nebel oder zu starker Wind
Diese Vorbereitung müssen Sie treffen:
Heizen Sie alle Räume Ihres Gebäudes vorher ca. 10-12 Stunden lang gleichmäßig auf und lassen Sie dabei alle Raumtüren offen.
2. Anschließend ist es zwingend erforderlich, das Wärmebild mit der dazugehörigen Temperaturskala zu vergleichen, da nur so die tatsächliche Temperaturdifferenz erfasst werden kann. Das heißt, der erste Eindruck auf dem Display kann auch täuschen und zwischen den Farben rot und blau ist nur ein geringer Temperaturunterschied. Es ist deshalb immer eine Auswertung mit einer speziellen Software, sowie eine Betrachtung unter bauphysikalischen Gesichtspunkten nötig.
3. Die Wärmebilder und die Auswertungsergebnisse fasse ich anschließend in einem Bericht zusammen und erläutere Ihnen das Thermografiegutachten in einem Gespräch. Zum Schluss zeige ich Ihnen die weiteren sinnvollen Schritte auf. Ich erkläre Ihnen welche Maßnahmen Sie sofort durchführen können und bei welchen Maßnahmen weitere Planungen sinnvoll sind.
Förderung
Thermografiegutachten für Wohngebäude werden durch die BAFA als Teil einer Vor-Ort-Beratung mit 100,00 € gefördert, vorausgesetzt für das Wohngebäude wurde bis zum 31.12.1994 der Bauantrag gestellt und die Gebäudehülle wurde bisher nicht mehr als 50% verändert.
Kostenbeispiele
Separates Thermografiegutachten für ein durchschnittliches 1-2 Familienhaus
Leistungen: ein Ortstermin für die Wärmebildaufnahmen, Auswertung und Berichterstellung, zusenden des Berichts
Kosten: 350,00 € brutto (Bei mehr als 30 km Entfernung fallen zusätzlich Fahrtkosten an.)
Thermografieaufnahmen als Teil einer Vor-Ort-Beratung für ein 1-2 Familienhaus
Leistungen: ein Ortstermin für die Wärmebildaufnahmen, ein Ortstermin für die Erhebung des energetischen Ist-Zustandes des Gebäudes, Auswerten und Erstellen des Beratungsberichtes, Erläutern des Beratungsberichtes in einem persönlichen Gespräch
Kosten: 1.000,00 € (Vor-Ort-Beratung) + 250,00 € (Wärmebildaufnahmen) – 300,00 € (Zuschuss Beratung) – 100,00 € (Zuschuss Wärmebildaufnahmen) = 850,00 € brutto Eigenanteil des Beratungsempfängers
Eine detaillierte Beschreibung der Vor-Ort-Beratung finden Sie hier.
Schreiben Sie mir einfach eine Email oder rufen Sie mich an, damit wir über Ihr Gebäude reden können!